Von Athen nach Marathon

Der Frühling steht vor der Tür. Na gut, nicht ganz, aber die Tage werden wieder länger und in vielen von uns machen sich gute Laune und Lust auf Neues breit. Hat Sie das Lauffieber auch schon gepackt? Der Jahresbeginn ist jedenfalls ein ausgezeichneter Zeitpunkt, die alten Turnschuhe aus dem Schrank zu fischen und sich auf die bewaldeten Wege Ihrer Stadt zu begeben. Worauf warten Sie noch?

Ich muss gestehen, dass ich selbst kein geborener Läufer bin. Ich gehöre eher zum Typ Kurzstrecken-Wohlfühl-Jogger, der mit dem Stretching danach eigentlich mehr anfangen kann als mit dem eigentlichen Run. Zögerlich habe ich mich zusammen mit einer Freundin im April 2014 zu meinem ersten 10km-Lauf angemeldet. An einen richtigen Marathon von 42 km habe ich mich bisher noch nicht herangetraut – aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und an Erfahrung mit Marathon-Schauplätzen fehlt es mir wahrlich nicht. In meiner Familie ist es zur Tradition geworden, dass wir, die wir alle in verschiedenen Städten Europas wohnen, uns alljährlich einmal treffen, um meinem Vater bei den anstrengendsten vier Stunden seines Jahres zur Seite zu stehen. Seine Anforderung: Mindestens eine halbe Million Zuschauer müssen es sein. Und Blaskapellen sollen am Wegesrand stehen, die mit beflügelnden Melodien den Adrenalinspiegel der Teilnehmer zusätzlich in die Höhe jagen.

Marathon in Berlin

Laufen auf den Spuren der Geschichte – der Marathon in Berlin

Dass es so viel Spaß machen kann, bei einem Marathon im Publikum zu verweilen, hätte ich nie im Leben gedacht. Zuschauer sein erfordert mehr Kraft und Durchhaltevermögen, als man annehmen mag. Das betrifft die Beine, den Orientierungssinn – und die oft stark in Mitleidenschaft gezogenen Stimmbänder. Ich werde nie vergessen, wie ich mit meinem Bruder letztes Jahr durch Berlin geirrt bin, nur um zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle zu stehen und einen stolzen Blick auf unseren vorbeigaloppierenden Vater werfen zu können. Auch jede Menge Kreativität ist gefragt. Sehen Sie sich nur die vielen ausgefallenen Spanntücher an, die, einem teilnehmenden Familienmitglied gewidmet, liebevoll zum Ausdruck bringen: Du schaffst es! Weg mit dem Speck! Oder in unserem Fall: Daddy you´re the greatest – but not the fastest. In seinem eigenen bescheidenen Tempo hat mein Vater jedoch schon so viele Städte berannt, dass mittlerweile ein eigens dafür angeschaffter, schwer behängter Medaillenhalter seine Wand ziert.

Sie sind sich nicht sicher, ob so ein Long-Jog etwas für Sie ist? Bei vielen Veranstaltungen besteht die Möglichkeit, sich für die halbe Strecke anzumelden oder sogar als Staffel-Team anzutreten. Berlin, Wien, New York, Athen: Diese Städte sind für ihren unvergleichlichen Charakter bekannt – und auch die hier stattfindenden Marathons suchen ihresgleichen.  Was sie so besonders macht? Das erfahren Sie nächste Woche. Starten Sie in der Zwischenzeit mit Ihrem Lauftraining und planen Sie schon jetzt Ihre Reise in eine der von uns empfohlenen Marathon-Städte. Nehmen Sie Ihre Familienmitglieder mit auf diesen sportlichen Trip – und vergessen Sie nicht, auch gleich Ihren Mietwagen zu buchen. Vorfreude ist die schönste Freude!

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