Von A nach B getauscht

Alle sieben Kontinente bereisen, ohne Geld dafür auszugeben – dieses Konzept hat sich der australische Fotograf Shantanu Starick ausgedacht. Über seine Webseite Pixel Trade wird er von Auftraggebern in der ganzen Welt gebucht. Als Entgelt hat er bisher noch keinen einzigen Cent angenommen. Von seinen Auftraggebern verlangt er lediglich, dass sie ihm einen Schlafplatz organisieren und seine Weiterreise ermöglichen. Von Zeit zu Zeit gibt´s ein Deo oder eine neue Zahnbürste.

Staricks Plan scheint aufzugehen. Seit 28 Monaten reist er um die Welt und machte schon Halt an Stationen wie New York, Marrakesch und Istanbul. Auch für die erste Hälfte von 2015 ist sein Terminkalender mit Engagements in Destinationen wie Brasilien, Göttingen oder Arizona schon prall gefüllt.

Der dahinterliegende Gedanke lässt aufhorchen. Starick geht es bei dem Experiment darum, freundschaftliche Beziehungen zu knüpfen und das Zwischenmenschliche vom Finanziellen zu befreien:

„Geld beeinflusst, wie Menschen miteinander umgehen. In Freundschaften spielt es bestenfalls keine Rolle. Indem ich es weglasse, begegne ich meinen Tauschpartnern auf freundschaftlicher Ebene. Die Menschen, die mich zu sich einladen, haben ein ähnliches Bedürfnis wie ich: Sie wünschen sich Beziehungen, die ihnen etwas bedeuten. Die meisten entwickeln übrigens sogar elterliche Gefühle für mich. Ich bin ja tatsächlich von ihnen abhängig, als wäre ich ein Kind. Also sorgen sie sich um mich oder versuchen, die Tage, die ich bei ihnen verbringe, möglichst schön zu gestalten.“

Unlängst erschien in der ZEIT ein ausführlicher Artikel über den tauschenden Fotografen. Für das Interview wollte Shantanu Starick wie gewohnt kein Geld annehmen und es wurde – zusätzlich zu Kost und Logis – ein Deal zwischen ihm und der zuständigen ZEIT-Redakteurin ausgehandelt: Eine Hose und ein Schal.

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