Grünes Licht für Bern

War Genf jetzt die Hauptstadt der Schweiz – oder doch Zürich? Sie wissen es? Richtig. Es ist keine von beiden. Die Landeshauptstadt liegt in der Mitte des Landes, lieblich eingebettet in einer Schlaufe des Flusses Aare. Das Rennen um die Hauptstadt gewann Bern 1848 nur mit knappem Vorsprung, dicht gefolgt von Luzern und dem damals schon kosmopolitisch geprägten Zürich. Für Bern sprachen die strategisch günstige Lage und die unmittelbare Nähe zur französischsprachigen Schweiz. Die schönsten Orte und überraschendsten Fakten rund um die Bärenstadt hat Auto Europe für Sie zusammengetragen.

Wer in Bern schon einmal zu Gast war, dem fällt auf, mit was für einer Ruhe und Gelassenheit die Einheimischen ihren Alltag angehen. Es scheint hier kaum Zeitdruck zu geben, die (Schweizer) Uhren ticken merklich anders. Laut einer wissenschaftlichen Studie hetzen Singapurer mit 6,2 km/h daher, während die Berner gerade einmal mit 3,8 km/h durch ihre Marktgasse schlendern. Das entspricht 1,05 Metern pro Sekunde und liegt unter der verbindlichen Norm von 1,2 Metern pro Sekunde, die der Schweizerische Verband der Strassen- und Verkehrsfachleute als minimales Fussgängertempo beim Einrichten von Verkehrsampeln voraussetzt. Als Mittelwert gelten laut Professor Ulrich Weidmann vom ETH-Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme heute rund 1,35 Meter pro Sekunde*. Scham kommt bei den Eidgenossen deshalb jedoch nicht auf, ganz im Gegenteil. Verkehrsplaner Hugo Staub schwärmt: «Wenn man sich die Langsamkeit leisten kann und dennoch rechtzeitig ans Ziel kommt, dann ist das doch Lebensqualität pur

Gelebte Entschleunigung – wo gibt es so etwas denn noch? Tun Sie es den Einheimischen gleich: Trinken Sie einen Kaffee nach dem anderen in einem der einladenden Cafés, lassen Sie sich gemütlich die Aare hinuntertreiben und genießen Sie im Rosengarten die atemberaubende Sicht auf die Berner Altstadt. Natürlich alles im Schneckentempo.

Rosengarten: Von der Touristeninformation am Bärengraben sind es nur ein paar Meter zum Rosengarten. Der Weg führt zwar steil bergauf, doch wenn Sie durchhalten, werden Sie reichlich belohnt. Zu jeder Jahreszeit bietet der Rosengarten einen spektakulären Blick über die 1191 gegründete Altstadt, die Teil des UNESCO-Welterbes ausmacht. Im Rosengarten-Café gibt es jede Menge leckerer Snacks – zu empfehlen sind die Pistache-Törtchen, zusammen mit einem großen Glas Süßmost (Schweizerische Variante von Apfelschorle).

Schwellenmätteli: Dieses Café liegt im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Wasser. Trinken Sie einen Latte Macchiato oder einen der leckeren Cocktails und lassen Sie sich vom Rauschen des Flusses unter sich betören.

Schweizerisch essen können Sie im Restaurant Lötschberg. Keineswegs konventionell, sondern szenisch eingerichtet erwartet Sie das Lötschberg mit Besonderheiten aus der Region. Und seinen Sie versichert: Das Käsefondue schmeckt köstlich – doch die Speisekarte umfasst weit mehr!

Marzili: In diesem Freibad zahlen Sie keinen Eintritt – und bekommen dafür ganz viel. Direkt an der Aare gelegen können Sie sich im Sommer von den Flusswellen treiben lassen, abends lädt das Gelände mit zahlreichen Feuerstellen zum Grillen ein.

Gurten: Der Berner Hausberg ist von der Tramstation Wander fußläufig zu erreichen. Im Sommer spenden die Bäume Schatten fürs Familienpicknick, im Winter bietet der Gurten Jung und Alt jede Menge Rodelspaß. Die Spitze erreichen Sie fußläufig in einer knappen Stunde. Wer es gerne gemächlicher angeht, stößt beim Berner auf Verständnis: Schließlich führt einen ja auch das Gurten-Bähnli ans Ziel.

*Quelle: www.nzz.ch

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