Fernreisen mit Kindern

Fernreisen mit Kindern

Wer Weltenbummler ist wird sofort zustimmen, dass man nicht einfach so das Reisegefühl ausschalten kann, nur weil es die Umstände erfordern und plötzlich zieht es einen nicht mehr in die Ferne. Weltenbummler, die Neugier am Fremden, an unentdecktem Neuland, die Wissbegierde für fremde Kulturen, Sprachen, Religionen und vor allem das große Fernweh, dass einen packt und nicht mehr los lässt, wenn man eine gewisse Zeit lang nicht reisen konnte. Weltenbummler wird man nicht, man ist es und bleibt es auch. Daher ist es auch für viele nicht einfach, dieses Gefühl zu unterdrücken, wenn man sein Leben mit Kindern bereichert hat. Aber warum eigentlich unterdrücken? Wer hat gesagt das Fernreisen mit Kindern nicht möglich wären? Wer sein Herz an das Reisen verloren hat, wird auch mit Kleinkindern seinen Weg finden, dies weiterhin zu ermöglichen. Natürlich kann man nicht einfach so an die Planung gehen, wie man das ohne Kinder gemacht hätte, umdenken ist der erste und wichtigste Punkt bei der Reiseorganisation mit Kind bzw. Kleinkind. Bei der Auswahl der Reisedestination ist ein wichtiger Faktor die gesundheitliche Versorgung vor Ort und natürlich auch der rechtzeitige Schutz mit manchen erforderlichen Impfungen. Die Reiseroute sollte bereits grob feststehen und man sollte immer wissen, wohin man gehen kann, falls ein Arzt benötigt wird. Einsame Inseln, abgelegene Unterkünfte im Dschungel oder in der Wüste sind nicht die idealen Orte, an denen man sich mit Kindern aufhalten sollte. Was muss man alles beachten, wenn man vor der ersten Reise mit Kind oder Kindern steht?

Kinder entdecken die Welt

Vor der Reise

Nicht vergessen, dass Kinder mittlerweile für alle Reiseländer einen eigenen Reisepass mit Lichtbild benötigen. Prüfen, ob die eigenen Reisedokumente noch gültig sind und ob eventuell Visa für die Reisedestination benötigt werden. Der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung sowie eine Reisekrankenversicherung sind unbedingt zu empfehlen. Mit ins Reisegepäck sollte man die Impfpässe aller Reisenden, sowie Notfallmedizin wie Thermometer, Nasentropfen, Fiebermittel einpacken.
Wer übrigens zu Hause einen Buggy gewohnt ist, sollte nicht denken, dass man im Urlaub darauf verzichten kann und aus Platzmangel oder eventuellen Beförderungsproblemen lieber auf das Tragetuch umsteigen sollte. Nehmt den Buggy mit, wenn euer Kind diesen gewohnt ist, sonst wird es mit dem Schlafen unterwegs zu einem Problem werden. Kinder die es gewohnt sind im Kinderwagen zu schlafen, gewöhnen sich nicht einfach mal so um und schlafen plötzlich auf dem Arm ein. Außerdem werden Buggys von Fluggesellschaften bei Reisen mit Kindern kostenlos befördert und können in den meisten Fällen bis zum Gate benutzt werden.

Flugreisen mit Kindern

Lange Anreisen

Für Flugreisen sei zunächst einmal gesagt, dass es am allerwichtigsten ist sämtliche Kommentare und Blicke genervter Fluggäste, die Eltern mit Kindern am liebsten zu Hause einsperren würden, zu ignorieren und gar nicht erst darauf einzugehen. Hat man das geschafft, ist der schwierigste Punkt schon fast überstanden. Beim Einchecken sollte man darauf achten, dass man unbedingt einen Platz am Gang bekommt, um jederzeit aufstehen zu können und das ist mit einem Kleinkind schon öfters mal erforderlich. Die Lieblingsspielsachen sollten im Flugzeug nicht fehlen, sowie ausreichend Proviant für die gesamte Reisedauer. Außerdem ein Set an Wechselkleidung für alle Reisenden im Handgepäck kann sich als vorteilhaft erweisen, denn auf so engem Raum, kann schnell mal etwas daneben gehen und man möchte als Elternteil dann nicht den Rest des Fluges mit einem nassen oder verschmutzen Kleidungsstück verbringen.
Bei der Buchung des Fluges sollte man bereits versuchen einen Nachtflug zu reservieren, denn dann ist die Möglichkeit, dass das Kind evt. die ganze Anreise verschläft viel höher als bei Tagesflügen.

Ein letzter Tipp zum Fliegen oder für langen Fahrten, Wartezeiten etc, auch wenn man elektronische Unterhaltungsmöglichkeiten für sein Kind verabscheut, während gerader genannten Zeiten können solche Medien eine Erlösung für erschöpfte Eltern darstellen und die Kinder sind überglücklich, wenn Sie sich Zeichentrickfilme anschauen können. Ausnahmen sind ja schließlich nicht die Regel!

Entspannt mit Kindern im Urlaub

Die Unterkunft

Sucht euch eine, nette kinderfreundliche Unterkunft mit ausreichend Platz zum Wohlfühlen aus. Achtet dabei, dass Dinge die euch zu Hause wichtig sind auch vor Ort verfügbar sind wie z. B. ein eigenes Bett oder Schlafmöglichkeit für das Kind oder vielleicht ein separates Zimmer, Hochstühle oder eine Kochnische. Die meisten Kinder lieben das Wasser und das Meer ist nicht immer zu jeder Zeit kinderfreundlich. Eine Unterkunft mit einem Planschbecken oder einem Pool kann sich als vorteilhaft erweisen. Nicht vergessen, Kinder spüren wie sich Eltern fühlen. Ist man selbst entspannt, färbt dieses Gefühl auf die Kinder ab und sie fühlen sich wohl.

Reisende Kinder

Der Aufenthalt

Rundreisen sind immer noch möglich, allerdings sollte man lieber mindestens 2-3 Nächte für einen Ort einplanen, sonst verliert man selber schnell die Lust am Reisen durch das ständige Packen des Zusatzgepäcks, was bei Reisen mit Kindern erforderlich ist. Wie man von A nach B kommt sollte man auch bereits vor Reisebeginn geplant haben, denn Wartezeiten mit einem Kleinkind an einem überfüllten, heißen Bahnhof oder Hafen womöglich noch unter der prallen Sonne, kann man sich bei guter Planung im voraus ersparen. Unbedingt beachten, dass alles länger dauern kann als geplant und daher wie bereits beim Flug, alles wichtige fürs Kind greifbar im Handgepäck verstauen.
Man sollte sich für einen Tag nicht allzu viel vornehmen und den gesamten Tagesablauf nicht mit Besichtigungen oder Wanderungen vollpacken oder man wechselt täglich ab und hat zwischendurch auch mal einen Tag ganz ohne Aktivitäten.

Im Grunde ist es mit dem Urlaub genau wie mit dem Alltag mit Kindern. Hat man seinen Rhythmus gefunden läuft es ganz von alleine. Wichtig ist nur, dass man sich nicht komplett den Bedürfnissen des Kindes aufopfert, sondern auch die Bedürfnisse des Kindes an seine eigenen anpasst. Dann macht nicht nur der Urlaub mit Kindern Spass, sondern auch der Alltag!

 

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