cristo-redentor-header

Die sieben neuen Weltwunder

Der Begriff Weltwunder bezieht sich auf eine Auflistung besonderer Bauwerke oder Standbilder. Die in der Antike von Antipatros erwähnte Liste enthielt folgende Weltwunder:

-Die hängenden Gärten der Semiramis zu Babylon
-Der Koloss von Rhodos
-Das Grab des Königs Mausolos II. zu Halikarnassos
-Der Leuchtturm auf der Insel Pharos vor Alexandria
-Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten
-Der Tempel der Artemis in Ephesos
-Die Zeusstatue des Phidias von Olympia

Die Zahl sieben galt in der Antike als volkommen und die festgelegte Zahl sollte die Bauwerke in ihrer Bedeutung erhöhen. Von der ursprünglichen Liste sind leider nur noch die Pyramiden erhalten geblieben. Die anderen wurden durch Erdbeben und Kriege zerstört oder zerfielen im Laufe der Zeit. Mehrmals wurde der Versuch unternommen, eine neue Liste zu erstellen mit außergewöhnlichen Gebäuden wie zum Beispiel dem Empire State Building oder dem Eurotunnel.

Auf großes Medienecho stieß die von dem aus der Schweiz stammenden Bernard Weber gegründete Stiftung „NewOpenWorld Foundation”. Ziel der Stiftung war es, die Menschen weltweit durch ihr gemeinsames kulturelles Erbe zu verbinden. In einer Online-Wahl wurden sieben neue Gewinner gekürt – die „New 7 Wonders of the World“, von denen wir Ihne jede Woche einen vorstellen möchten:

-Chichén Itzá, Maya-Ruinen auf der Halbinsel Yucatán (Mexiko)
-Chinesische Mauer, Grenzbefestigungsanlage (Volksrepublik China)
-Cristo Redentor, Christusstatue in Rio de Janeiro (Brasilien)
-Kolosseum, antikes Amphitheater in Rom (Italien)
-Machu Picchu, Inka-Ruinenstadt in den Anden (Peru)
-Petra, Felsenstadt (Jordanien)
-Taj Mahal, Grabmoschee (Indien)

Chichén Itzá – Mexiko
Im Norden der mexikanischen Halbinsel Yucatán befindet sich eine der bedeutendsten Ruinenstätten weltweit. Chichén Itzá liegt etwa 120 Kilometer östlich von Mérida, die Funde stammen aus der späten Maya-Zeit.
Ihre großzügige Fläche macht Chichén Itzá zu einer der ausgedehntesten Fundorte in Yucatán. Das Zentrum wird von zahlreichen monumentalen Repräsentationsbauten mit religiös-politischem Hintergrund geprägt, aus denen eine große, weitestgehend erhaltene Stufenpyramide herausragt.
Es wird angenommen, dass diese Stadt zwischen dem 8. und dem 11. Jahrhundert  eine überregional bedeutende Rolle gespielt hat. Ganz gelüftet ist das Geheimnis jedoch bisher noch nicht. Einzigartig ist, wie in Chichén Itzá verschiedene Architekturstile nebeneinander auftreten. Neben Bauten in einem modifizierten Puuc-Stil fand man Bauformen mit toltekischem Charakter. Dies wurde früher in der Forschung auf einen direkten Einfluss von Auswanderern aus Zentralmexiko beziehungsweise von Eroberern aus Tula zurückgeführt. Heute geht man eher von einer Gleichzeitigkeit verschiedener Stilformen in den Monumentalbauten aus. Bereits 1988  wurde Chichén Itzá von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Dieser Blogeintrag wurde gepostet unter Auflistungen, Auto Europe. Bookmark setzen.

Hinterlassen Sie uns eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*