Offline Urlaub

Der perfekte Offline-Urlaub

Ist ein Offline-Urlaub heutzutage überhaupt noch möglich? Der Urlaub ist ja vor allem dafür gedacht, Spaß und Entspannung mit der Beschäftigung zu bringen, die einem besondere Freude bereitet. Daher stellt sich die Frage, warum man sich gerade in dieser Zeit seiner Gewohnheiten berauben lassen oder seine Onlinesucht kontrollieren sollte. Es müsste schon etwas ganz besonderes sein, damit man seine Aufmerksamkeit vom Online-Leben abwendet.

Diese Aussage mag für dich vielleicht etwas übertrieben klingen, aus diesem Grund möchten wir dir unsere Statistik vorstellen, damit du ein besseres Verständnis dafür bekommst, wie wichtig das Online-Angebot mittlerweile im Leben der Reisenden geworden ist und wie abhängig manch einer davon ist. Auto Europe hat vor kurzem eine Umfrage darüber gemacht, wie die Deutschen ihren Urlaub verbringen und es hat sich herausgestellt, dass Reisende auf unterschiedliche  technische Must-Haves wie Mobiltelefone, Tablets, elektronische Lesegeräte oder Laptops angewiesen sind und diese mindestens 2.5 Stunden am Tag auch einsetzen, wovon erstaunliche 1.5 Stunden in sozialen Netzwerken verbracht werden. Während ca. 53 % der Befragten angaben, im Urlaub das soziale Netzwerk nicht als Kommunikationstool für Familie und Freunde zu nutzen und lieber gar nichts posten, sind es immerhin noch 9 % die ein bis zweimal am Tag einen Beitrag verfassen und mit Hilfe des World Wide Web über Facebook, Twitter & Co. mit den Zuhausegebliebenen eine Unterhaltung führen.

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Das ist schon äußerst beängstigend, ja sogar traurig, dass wir so viel Zeit in einer virtuellen Realität verbringen, die auf Fotos basiert, auf denen alle lächeln und ein scheinbar perfektes Leben führen. Scheinbar perfekt, denn wer kommt schon auf die Idee, ein Foto von sich zu posten, wenn er sich gerade nicht so wohl fühlt, man sich z. B. gerade eine Tasse Kaffee übergeschüttet hat, mal wieder zu spät in der Arbeit erscheint oder einen Unfall verursacht hat. Das Social Network kann die Welt eines jeden einzelnen rosarot schimmern lassen, dank Photoshop, Filter & Co ist das auch überhaupt kein Problem mehr, einen vielleicht nicht so perfekten Himmel königlich blau erstrahlen zu lassen. “Unschönes” wird einfach auf den Bildern entfernt und nur der einzigartige, präzise bearbeitete Moment darf auf dem Facebook Profil o. ä. erscheinen. Das ist zeitaufwändig für den Verfasser, der nach der Aufnahme des Fotos erst einmal die Zeit investieren muss, das soeben aufgenommene Bild zu perfektionieren und somit seinen Moment nicht mehr lebt, sowie für den Betrachter, der beim Scrollen der tollen Fotos von überglücklichen Menschen, anfängt an seinem eigenen Glück zu zweifeln, weil bei ihm selbst alles eben nicht so berauschend toll aussieht. Das tatsächliche Leben geht unbemerkt weiter, weil man die Chance verpasst daran teilzunehmen. Man taucht ein in eine riesige Welt, geführt von sozialen Medien und verpasst die neuen Freundschaften, die man schließen könnte, würde man nicht ständig auf den Bildschirm des Handys schauen.

Hast du schon einmal darüber nachgedacht eine Reise in dein eigenes inneres Ich zu machen? Viele Menschen gehen auf Pilgerfahrten, um Erfahrungen zu sammeln, die sie zu sich selbst führen und bei ihrer Rückkehr sind so gut wie alle davon überzeugt, dass die beste Reise die ist, in der man sich selbst findet und Zufriedenheit erlebt. Das kann allerdings nur funktionieren, wenn man die Medien und sozialen Netzwerke um sich herum für eine Weile aus seinem Leben verbannt. Diese Aufgabe, die Köpfe zu leeren und an nichts zu denken, erscheint vielen als extrem schwierig zu meistern. Ist es in der heutigen Zeit überhaupt noch möglich? Meditationsreisen sollen helfen dem turbulten Alltag zu entfliehen, um Stille und Besinnlichkeit neu zu entdecken. Das Gefühl rund um die Uhr über Smartphone und Co. erreichbar sein zu müssen wird abgeschaltet indem man offline geht. Klingt es nicht verlockend einfach mal an nichts zu denken? Immerhin hat unser Gehirn doch sicherlich auch mal eine Pause verdient.

Was würde dir helfen dich von deinen Gedanken zu befreien? Eine Wanderung in den Bergen? Meditation am einsamen Sandstrand? Vielleicht aber auch die Abgeschiedenheit in einem Kloster, wo absolute Schweigepflicht herrscht? Hast du jemals darüber nachgedacht, was dich dazu veranlassen könnte, deine Gedanken völlig auszuschalten?

Hier eine Aufgabe für alle, die vielleicht schwierig erscheint, aber durchaus machbar ist. Geht ohne euer Smartphone aus dem Haus und seht dies als eine Art Übung für den nächsten Urlaub an. Auf der nächsten Reise könnt ihr dann das Mobiltelefon, einfach in der Unterkunft liegen lassen, um den Urlaub in vollen Zügen zu genießen. Wer eine Pause vom Online-Leben machen kann, wird schnell lernen, dass der Moment zählt, den man gerade erlebt und es nicht darum geht, das beste Selfie für alle zur Schau stellen zu können. Wer dies meistert, wird die wirkliche Bedeutung des Reisens wieder neu entdecken. Nur wer bereit ist, das virtuelle Leben zu verlassen, kann seinen perfekten Offline-Urlaub genießen. Es liegt im Grunde also in unseren eigenen Händen. Wie würde dein perfekter Offline-Urlaub aussehen oder hast du vielleicht Tipps, wie man es einfach bewältigen kann nicht online zu gehen? Schreibe uns deine Vorschläge in die Kommentare unter diesen Blog!

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