Das größte Volksfest der Welt

Es ist das größte Volksfest der Welt. Jedes Jahr wieder lockt das Oktoberfest sechs Millionen Touristen auf die Münchner Theresienwiese, wo sie gemeinsam in einem der vielen einladenden Bierzelte das Leben genießen – und begießen.

1810

Von 1914 bis 1918 fiel das Oktoberfest wegen des Ersten Weltkriegs aus.  Heute ist die Hofbräu-Festhalle mit 10.000 Plätzen das größte Bierzelt auf der Wiesn

Vom Arbeitsgewand zum Wiesn-Must-have
Ob Deutsche, Japaner oder Engländer – sie alle tauchen jedes Jahr wieder pünktlich zum Anstich perfekt im Trachtenlook gekleidet auf der Theresienwiese auf. Als Muffel gilt, wer kein Dirndl besitzt, keine Lederhose trägt. Das Dirndl scheint ein Wunderding, schenkt sie doch jeder Frau eine perfekte Taille, lässt Dünne voller aussehen und macht Mollige schlanker.
Benannt wurde das Dirndl nach den Diernen, jungen Mägden also, die im 19. Jahrhundert für ihre harte Arbeit auf den Feldern und im Wald auf strapazierfähige Kleidung angewiesen waren. Genäht wurde das Arbeitsgewand meist aus alten Bettlaken. Wer sich historisch korrekt kleiden will, entscheidet sich daher am besten für einfache, einfarbige Baumwollstoffe mit wenig Schickschnack. Einen edlen Touch erhielt das Dirndl in den 1930er Jahren, als reichere Städterinnn, die Urlaub in den Bergen machten, den Look kopierten und ihn in der Stadt einführten. Am Münchner Broadway machte das Musical The White Horse, das auf einer bayerischen Kitsch-Operette basierte, Furore – es wurde ganze 223 Mal aufgeführt und machte das Dirndl in der ganzen Welt bekannt.

Männer, aufgepasst!
Schleife rechts bedeutet, dass die Frau im Dirndl verheiratet oder zumindest fest verbandelt ist. Links dagegen signalisiert, dass man noch zu haben ist. Routinierte Wiesn-Besucher wissen zudem: Witwen tragen die Schleife hinten, Jungfrauen vorne.

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